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Presse |
Der Ladysitter von Sandesneben
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Schaukelstuhl, Schampus, Schaumbad . . .
"Und in Ruhe mal wieder nicht gesiebte Luft atmen!" So stellt sich
Archie (Andreas Scharbau, Wentorf) die erste Nacht in Freiheit vor. Der
Bankräuber, der gerade 13 Jahre abgebrummt hat, kommt in der Wohnung
seines Neffen Maximilian (Jan Roetting, Großensee) unter. Nur Ruhe gibt
es hier nicht. Denn der Neffe feiert Junggesellenabschied. Und Archie
findet sich als "Ladysitter" wieder. "Ladysitter" von Bernd Spehling ist der Titel der Komödie, die das Kleine Theater Sandesneben zu seinem zehnjährigen Jubiläum inszeniert. "Sie ist richtig schön frech und frivol - wie wir", meint Anne Suer. Die gelernte Rechtsanwalts- und Notargehilfin, Vorsitzende des Ensembles, führt Regie und ist in einer Paraderolle als lebenslustig-liebestolle Nachbarin Charlotte zu sehen: "Sie will sich vor der Rente etwas gönnen. Ihr gefällt sowohl Archie als auch der Hausmeister." Hausmeister Winfried, nur komplett mit Werkzeugkasten, vielen Schraubendrehern und wenig Grips, verkörpert eine Neuentdeckung der Bühne: Dietmar Rettke aus Sandesneben feiert sein Debüt auf den Brettern des mehr als 100 Jahre alten Lauenburger Hofes. "Ich bin hier, weil meine Frau Susann im Ensemble mitspielt. Die Zuschauer werden mich in der Hausmeisterkluft bestimmt nicht wiedererkennen", sagt der Sandesnebener, den viele als Polizist der Wache Trittau in Uniform kennen. "Noch bin ich ganz ruhig", sagt er mit Blick auf die Premiere. Jan Roetting, der auch für die Technik hinter den Kulissen sorgt, leidet dagegen schon kräftig unter Lampenfieber: "Ich bin drei Jahre dabei und immer so nervös, ob vor oder hinter der Bühne. Theater ohne Nervosität geht einfach nicht." Die Idee, in dem ehemaligen Balllokal "Lauenburger Hof" in Sandesneben eine Theatergruppe zu gründen, hatte der Wentorfer Lehrer Jörg Peters. Unter seiner Regie fanden sich 1998 die ersten Spiellustigen zusammen, probten Sketche. Im September 1999 wurde das Kleine Theater Sandesneben (heute 14 Mitglieder im Alter zwischen 37 und 83 Jahren) ins Vereinsregister eingetragen. In und um Sandesneben hat die humorvolle Truppe heute Kultcharakter: Jedes Stück wird von 800 bis 900 Zuschauern erlebt. Am Sonnabend, 21. Februar, öffnet sich um 20 Uhr im Lauenburger Hof in Sandesneben der Vorhang für "Ladysitter." Die Komödie ist dort auch an diesen Terminen zu sehen: Sonntag, 22. Februar, und Sonnabend, 28. Februar, beide 20 Uhr, sowie Sonntag, 1. März, 16 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro. Kartenvorbestellung bei Anne Suer, Telefon 04534/85 16. Bei ihr melden sich auch Interessierte, die beim nächsten Stück mitspielen möchten. Geprobt wird immer dienstags und donnerstags ab 20 Uhr im Lauenburger Hof. (Ulrike Schwalm) Link zum Originalartikel <HIER> klicken ! Bericht aus dem "Trittauer Markt" vom 31. Januar 2009
Bericht aus den "Lübecker Nachrichten" vom 21. Februar 2009
Bericht aus dem "Trittauer Markt (Ausgabe Nr.10)" vom 07. März 2009
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